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Presseinformationen

 

13.03.07

Vielfalt als Chance begreifen - bundesweite Pilotveranstaltung zum Thema "Integration"

Welche Chancen bieten Migration und Integration speziell für Ausbildung und Beruf? Dieser Frage sind Schülerinnen und Schüler aus Gelsenkirchen bei der bundesweite Pilotveranstaltung zum Thema „Integration“ der Wirtschaftsinitiative Jugend denkt Zukunft nachgegangen: Eine Woche lang waren sie bei der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) in Gelsenkirchen zu Gast und haben Ideen und Visionen für eine offene und lebendige Kultur des Miteinanders entwickelt. Heute haben sie ihre Ideen vor dem Integrationsbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen, Thomas Kufen, und Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich präsentiert.

„Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern stellt uns vor große Herausforderungen und birgt gleichzeitig viele Chancen - dies gilt für die Gesellschaft als Ganzes ebenso wie für Schule und Ausbildung im Besonderen" sagt Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich. "Es ist sehr wichtig, dass Jugendliche mit ihren Ideen und Visionen in die aktuelle Debatte um die Integration mit eingebunden werden. Hierzu leistet das Projekt im Rahmen von Jugend denkt Zukunft einen hervorragenden Beitrag.“
Im Rahmen des Innovationsspiels haben die Jugendlichen ein neues Berufsfeld entwickelt: Die Integrationspädagogik. „Die Auseinandersetzung mit Integration muss schon im Kindergarten beginnen“, erklärt eine Schülerin die Idee, „damit die Gesellschaft kulturelle Vielfalt als etwas Selbstverständliches begreift.“ Neben Kindergarten und Grundschule sind die Integrationspädagogen des Jahres 2020 auch für den „Kulturorientierten Treff für Sozialisierung und Integration“ – kurz KOTSI – verantwortlich, den die Jugendlichen sich ausgedacht haben: Im KOTSI werden Vorurteile, Aggressionen und Konflikte durch gemeinsame Aktivitäten wie etwa Theaterbesuche, Tanzen, Sport oder Sprachkurse abgebaut. Eine weitere Idee ist der Azubi-Austausch: Indem Auszubildende aus verschiedenen Ländern für ein halbes Jahr den Ausbildungsplatz wechseln, lernen sie viel über die jeweils andere Kultur. Die Jugendlichen sind sich einig: Mehrsprachigkeit und kulturelle Kompetenz bieten ökonomische Vorteile und kulturelle Vielfalt ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Unternehmen.
„Das Innovationsspiel hat unseren Ansatz bestätigt, Migration nicht als Defizit, sondern als Chance zu begreifen“, resümiert Ergin Bora von der RAA. „Die Migrantenjungendlichen haben hier zum ersten Mal realisiert, dass die Selbstverständlichkeit, mit der sie in zwei verschiedenen Sprachen leben, eine Ressource ist, die sogar zu den Zielsetzungen der EU gehört!"

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