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5.03.07

Jugend denkt Zukunft schließt 300. Patenschaft

Mit dem Innovationsspiel zwischen der Nottulner Hauptschule Geschwister Scholl und dem Maschinenhersteller Langguth im Münsterland hat die Wirtschaftsinitiative Jugend denkt Zukunft gleich zwei große Meilensteine erreicht: Das Spiel ist das erste in Nordrhein-Westfalen, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird, und insgesamt die 300. Patenschaft, die Jugend denkt Zukunft zwischen einer Schule und einem Unternehmen initiiert hat.

Ein Innovationsspiel, zwei Jubiläen: Die Wirtschaftsinitiative Jugend denkt Zukunft hat die 300. Patenschaft zwischen Schule und Wirtschaft geschlossen. Damit hat Jugend denkt Zukunft seit Projektstart 2004 bereits 7.500 Schülerinnen und Schüler bundesweit erreicht. Gleichzeitig ist es das erste Innovationsspiel in Nordrhein-Westfalen, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird. Die DBU unterstützt bundesweit insgesamt 40 Innovationsspiele in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die den Nachhaltigkeitsaspekt berücksichtigen.

„Als Ausbildungsbetrieb haben wir eine Verantwortung der nachfolgenden Generation gegenüber“, sagt Rudolf Badura, Geschäftsführer der Langguth GmbH aus Senden im Münsterland, „wir müssen jungen Menschen Perspektiven bieten.“ Deshalb engagiert sich der Etikettiermaschinenhersteller bei Jugend denkt Zukunft: Eine Woche lang werden Schülerinnen und Schülern der Geschwister Scholl Hauptschule aus Nottuln bei Langguth zu Gast sein und dort bei einem fünftägigen Innovationsspiel Produkte und Dienstleistungen von morgen entwickeln. Das weckt die Innovationsfreude bei den Jugendlichen und fördert Schlüsselqualifikationen, die sie für ihr späteres Berufsleben brauchen. Dabei hat Badura sich ganz bewusst für eine Hauptschule als Partner entschieden: „Die ganze Diskussion um Eliteuniversitäten und Privatschulen hat eine regelrechte Bildungsinflation ausgelöst, die Hauptschüler einfach auf das Abstellgleis schiebt. Da müssen wir etwas tun!“ Außerdem hat gerade ein Schüler der Geschwister Scholl Schule seine Ausbildung bei Langguth abgeschlossen – mit hervorragendem Ergebnis.

Jugend denkt Zukunft ist eine Initiative der Wirtschaft und richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Bei dem Projekt engagieren sich Unternehmen als Paten für Schulen und begleiten das jeweilige Innovationsspiel. In nur fünf Tagen entwickeln Jugendliche mit und in Unternehmen Produkte und Dienstleistungen für die Welt von morgen und erleben Innovationsprozesse hautnah. Bundesweite Partner des Projekts sind Wrigley GmbH, BASF Aktiengesellschaft und Vodafone Deutschland. Die UNESCO hat Jugend denkt Zukunft zum offiziellen Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ernannt.

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