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3.02.06

Schüler entwerfen Nachhilfe-PC

Frankfurter Rundschau

Mehr "Brücken zwischen Schule und Wirtschaft" fordert Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Denn junge Menschen sollen früh die Arbeitswelt verstehen. Gestern traf er in der Commerzbank-Zentrale 28 Friedrich-Dessauer-Gymnasiasten, die dort am Projekt "Lernen im Jahr 2020" teilnehmen.

Er heißt "Dinlie", ist klein, handlich, preiswert, verfügt über ein erweiterbares Basiswissen, ist mit einem Projektor, einem Mikrofon und Sensoren ausgestatet, die dazu dienene, eine persönliche Atmosphäre zu schaffen. "Dinlie" ist die Abkürzung für "Der interaktive Nachhilfelehrer im Einsatz".

Noch ist der eiförmige Mini-PC nur eine Idee. Entwickelt wurde sie von Marco Prehler, Sebastian Sfeir, Alexander Flade, Sabrina Wickeler, Lea Träxler und Larissa Betz. Die sechs besuchen die Jahrgangsstufe zwölf des Höchster Friedrich-Dessauer-Gymnasiusm. Zusammen mit 22 Mitschülern haben sie sich in den vergangenen Tagen mit dem Thema "Lernen im Jahr 2020" befasst - vor Ort, in praxisnaher Kooperation mit dem Patenunternehmen Commerzbank. Die Jugendlichen lernten verschiedene Abteilungen kennen und entwickelten in Gruppenarbeit fünf Produkte.

Das Ganze ist Bestandteil des bundesweiten, von der Wirtschaft getragenen Innovationsspiels Jugend denkt Zukunft, bei dem mit und im Unternehmen Produkte und Dienstleistungen für die Zukunft entwickelt werden. Eines könnte der "Dinlie" sein, den die sechs Roland Koch und Klaus-Peter Müller, Vorstandssprecher der Commerzbank, gestern vorstellten. So wäre "Dinlie" für das Geldinstitut als Berater im ländlichen Raum einsetzbar, wo eine Filiale zu teuer wäre. "Maschinen statt Menschen: Das wäre für die Commerzbank eine enorme Kostenersparnis", fanden die Jugendlichen.

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