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Jugend denkt Vielfalt in NRW – ein neues Projekt unter dem Dach von Jugend denkt Zukunft

 

Worum ging es?

Den „Vorteil Vielfalt“ für sich zu erkennen, als Unternehmen, öffentliche Institution und Beschäftigte – darum muss es gehen, will Deutschland wirtschaftlich zukunftsfähig und erfolgreich bleiben. So formuliert es die bundesweite Initiative Charta der Vielfalt und so haben es inzwischen weit über 1.300 Akteure aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft unterzeichnet.

Mit Jugend denkt Vielfalt in NRW, dem neuen Projekt unter dem Dach von Jugend denkt Zukunft, suchten der Charta der Vielfalt e.V., seine beteiligten Mitgliedsunternehmen wie Charta-Unterzeichner den direkten Dialog mit jungen Menschen – um damit schon heute zu wissen, wie potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von morgen denken, wie sie sich ihr künftiges Arbeitsleben in Vielfalt vorstellen. Nicht über junge Menschen sprechen, sondern am Lernort Unternehmen in einen direkten Austausch mit ihnen treten – das war die Leitlinie für die Projektpartner. 

Jugend denkt Vielfalt in NRW fokussierte sich dabei inhaltlich nicht nur auf eine Teildimension von Vielfalt (Diversity) wie etwa „ethnische Zugehörigkeit“, die in gesellschaftspolitischen Debatten und Aktivitäten gerade auch mit Jugendbezug immer wieder in hohem Maße thematisiert wird. Das Projekt addressierte Diversity vielmehr im Sinne der Charta der Vielfalt ganzheitlich.

Die beteiligten Jugendlichen beschäftigten sich im Rahmen von Jugend denkt Vielfalt in NRW intensiv mit der Bedeutung von Vielfalt für Unternehmen und erfuhren viel über das Diversity Management „ihrer“ Unternehmen. Aber nicht nur das: Sie verschafften sich darüber hinaus auch ganz konkret und handlungsorientiert Einblicke in Chancen und Anforderungen der Arbeitswelt im Wirtschaftssektor, erhielten also eine zielorientierte Berufsorientierung.

Wer machte Jugend denkt Vielfalt in NRW 2012 möglich?

Vier Projektpartner engagierten sich für die Projektumsetzung: 

  • Bayer AG
  • BP Europa SE
  • Charta der Vielfalt e.V.
  • Daimler AG  

Darüber hinaus förderte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (BA) Jugend denkt Vielfalt in NRW im Rahmen ihrer Programme zur vertieften Berufsorientierung.

Wer war Schirmherr für Jugend denkt Vielfalt in NRW 2012?

Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, hatte die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Wie wurde Jugend denkt Vielfalt in NRW umgesetzt?

Das Projekt bestand aus zwei zentralen aufeinander aufbauenden Projektphasen:

1. Sechs Innovationsspiele bei sechs Unternehmen

Im Oktober und November 2012 wurden vor Ort in und mit Unternehmen fünftägige Innovationsspiele, das bewährte Dialog- und Lernformat für junge Menschen von Jugend denkt Zukunft, umgesetzt. In einem kreativen Arbeitsprozess entwickelten Schülerinnen und Schüler Ideen zu Fragestellungen, die einen engen Bezug zum Diversity Management der beteiligten Unternehmen haben. Dies erfolgte in einem direkten Austausch mit Unternehmensvertretern.
Neben den Projektpartnern Bayer AG , BP Europa SE und Daimler AG engagierten sich in dieser Phase auch die Charta-Unterzeichner Karstadt Warenhaus GmbH, Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH und die RWE Power AG als sogenannte "Patenunternehmen" mit der Umsetzung je eines Innovationsspiels an ihren jeweiligen Standorten. 

2. Jugendforum "Faszination Vielfalt"

Auch der zweite Projektschritt, das eintägige Jugendforum am 12. Dezember 2012 in der BayArena in Leverkusen, war vom direkten Dialog zwischen Jugendlichen und Wirtschaft im Sinne eines generationsübergreifenden gegenseitigen Lernens bestimmt: Im Wechsel von Plenumsphasen und Kleingruppenarbeit trafen junge Ideen auf gewachsenes Erfahrungswissen.
Das Jugendforum setzte inhaltlich direkt auf die Innovationsspiele auf und brachte in der Fortführung und Vertiefung des direkten Dialoges Beteiligte wie Inhalte in einem größeren Rahmen zusammen: 50 aus den Innovationsspielen ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen in NRW entwickelten Empfehlungen für das Diversity-Management in Unternehmen und übergaben diese an den Charta der Vielfalt e.V., seine beteiligten Mitgliedsunternehmen, die Bayer AG, die BP Europa SE und die Daimler AG, an die Vertreterin des Schirmherrn Guntram Schneider aus dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen sowie an Simon Rolfes von Bayer 04 Leverkusen.

„In Vielfalt vereint, unter diesem Motto sollte das Unternehmen der Zukunft stehen“, so Maximilian Kothe-Marxmeier, Schüler der Schillerschule Bochum, engagiert beim Abschluss der Veranstaltung.
Vielfältig waren die Empfehlungen der Jugendlichen: Ob flexible Arbeitszeiten, die über eine App eigenverantwortlich geregelt werden, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine Kinderbetreuung auch für Schülerinnen und Schüler, oder ein Multipad, das Sprachbarrieren zwischen Mitarbeitenden abbaut – den Jugendlichen ging es bei Vielfalt in Unternehmen um unterschiedlichste Aspekte. Damit Vielfalt zu gelebter Praxis in Unternehmen wird, muss aus ihrer Sicht sowohl beim Miteinander im Unternehmen, den Arbeitsbedingungen als auch bei der Kommunikation angesetzt werden.

Vor Ort überzeugten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Unternehmen, des Förderers, der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit sowie des Schirmherrn von den Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler, darunter Dr. Richard Pott, Mitglied des Vorstandes der Bayer AG, Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Charta der Vielfalt e.V., Brigitta Wortmann, Senior Political Adviser der BP Europa SE, Margareta Nußbaum, Leitung Personal der Daimler AG, Gabriele Röer, Programmberaterin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit sowie Marion Knödler, stellvertretende Abteilungsleiterin im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Aletta Gräfin von Hardenberg, die vor Ort die Ergebnisse der Jugendlichen entgegen nahm, zog ein positives Fazit: „Wenn es um Diversity und zukünftige Arbeitsbedingungen geht, müssen wir den direkten Dialog mit jungen Menschen suchen. Nur durch das positive Zusammenspiel aller Generationen im Arbeitsleben bleibt Deutschland zukunftsfähig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendforums haben mich mit ihrer kreativen Arbeitsweise und ihren spannenden Ideen beeindruckt. Besonders bemerkenswert war für mich, wie unkompliziert und selbstverständlich die „Generation y“ mit dem Thema Vielfalt umgeht. Damit wurden wichtige Impulse für die Fortentwicklung der Charta der Vielfalt gesetzt.“